Mittwoch, 22. Dezember 2010

Was ist Hypnose

Wie erwähnt, kennen viele Hypnose von den sogenannten Show-Hypnosen: Ein Hypnotiseur lässt eine freiwillige Person auf der Bühne in einen willenlosen Zustand fallen, in dem sie alles tut, was dieser von ihr verlangt. Zuletzt erlebt beim Supertalent 2010 auf RTL, wo Zuschauer sich für Geschwister der Jury-Mitglieder hielten, andere Bruce Darnell zu heiraten versuchten oder in einer Ausserirdischen-Sprache zu singen.
Solche Shows führen zu der Annahme, Hypnose sei etwas Geheimnisvolles oder Unbeeinflussbares oder sei sogar gefährlich. Allerdings muss zunächst zwischen Show-Hypnose und einer solchen in anderen Zusammenhängen, z.B. einer Therapie unterschieden werden. Denn die Befürchtung, daß es sich hier um einen Be­wußt­seins­zu­stand handelt, der nur von einem Hypnotiseur und nur in dieser Form hervorgerufen wird, trifft nicht zu. In Wahrheit ist jeder von uns schon in einem solchen Zustand, nämlich einer Trance gewesen. Sicher kennen Sie es auch, dass Sie sich auf einer langen Autofahrt befinden, vielleicht ist es dunkel und Sie kennen die Strecke wie im Schlaf. Sie denken beim Fahren über Dies und Das nach und plötzlich wird Ihnen bewusst, wie Sie auf Ihren Parkplatz oder in Ihre Garagenauffahrt fahren. Was ist passiert? Wie bin ich nur hierhergekommen? Dass Sie sich kaum an die Fahrt erinnern können, bedeutet, dass Sie in einem Trance-Zustand waren. Bei einer Trance handelt es sich um etwas, was gleichzusetzen ist mit hypnotischen Zuständen.
In einem solchen Zustand laufen routinierte Handlungen wie automatisch ab, man ist "irgendwie nicht ganz da" und doch sehr aufmerksam. Ma kann sich meist an alles oder zumindest vieles erinnern und ist ziemlich entspannt. Viele kennen es auch, wenn sie vor sich hinstarren, die Augen sich nicht bewegen, und man denkt "über alles und nichts nach".
Sie befinden sich in einer Trance. Menschen, die schon eine Hyp­nose er­fah­ren haben, be­schrei­ben dies wie kurz vor dem Ein­schla­fen. Unter anderem weil diese Phase von hoher Hirnaktivität und deshalb auch Kreativität begleitet wird, wird Hypnose gezielt in Therapie eingesetzt.

Mehr dazu im nächsten Post

Montag, 6. Dezember 2010

Grundsätzliches

Jeder kennt Hypnose-Shows aus Funk und Fernsehen und die teils gruseligen Vorführungen, bei denen rotbekleidete Schönheiten mit Füßen und Kopf stocksteif auf zwei Stühlen liegen oder Kerle wie Bäume auf einmal ganz willensschwach und beeinflussbar werden und ähnliches.

Viele Mythen ranken sich um das Thema, das seit Martin Bolze beim Supertalent an breiter Interesse gewonnen und auch Kontroversen hervorgerufen hat.

Da ich als NLPler (die "neurolinguistischen Programmierer" bedienen sich auch der Trancetechniken) mich dafür sehr interessiere, möchte ich mich in diesem Blog etwas darüber auslassen und den Interessierten an meinen Erfahrungen teilhaben lassen.

Dabei werde ich mit Vorurteilen und Missverständnisen über Hypnose und Trance aufräumen und einiges Wissenswertes vermitteln. Vielleicht werde ich hier und da meine Berichte durch interessante Links ergänzen.

Im nächsten Post folgen erst einmal die Hintergründe der Hypnose, was eigentlich hypnotische Zustände auszeichnen und wie sie funktionieren.

Bis dahin